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Gelingen: Den eigenen Rhythmus finden

Peter Aschoff | 18. November 2009

Wie bei Ausdauersportlern im Training und Wettkampf gelingen uns manche Dinge im Leben dann besser (oder überhaupt erst), wenn wir einen passenden Rhythmus gefunden haben. Dabei kommt es länsgt nicht nur auf den Rhythmus von Arbeit und Ruhe an, obwohl der schon schwer genug zu halten ist für die meisten von uns. Sondern es geht neben der Anspannung und Entspannung auch um Dinge wie

  • Geben und Empfangen
  • Allein sein und in Gesellschaft anderer
  • Reden und Zuhören
  • Säen und Ernten (und die Wartezeit dazwischen auszuhalten)

Um meinen persönlichen Rhythmus zu finden statt mich von Anrufen, e-mails oder dem Fernsehprogramm takten zu lassen, kann ich auf drei Dinge achten:

  1. Auf die Signale meines Körpers: Müdigkeit und Bewegungsdrang, Hunger und Appetitlosigkeit, was mir an Nahrung und Aktivitäten bekommt und was nicht
  2. Auf die Natur um mich her: den Wechsel der Tages- und Jahreszeiten (im Winter hat man z.B. einfach weniger Energie), des Wetters, der Lichtverhältnisse. Dazu muss ich möglichst regelmäßig draußen sein, ein klarer Vorteil für Hundebesitzer.
  3. Auf andere Menschen: Auf uns allein gestellt finden wir wirklich nur schwer einen guten Rhythmus. Regelmäßige gemeinsame Mahlzeiten (in einer Familie ist das ja meist “normal”), feste Verabredungen (Training der Sportmannschaft, Chorproben, ein Theaterabo oder natürlich auch ein Gottesdienst oder ein Hauskreis).

Bestimmte Dinge sollten wir täglich tun, andere ein oder mehrmals in der Woche, wieder andere einmal im Monat oder einmal im Jahr, zum Beispiel ein paar stille Tage zum Nachdenken über unsere Prioritäten und um uns zu fragen, ob der Rhythmus noch gesund und stimmig ist. Solche Zeiten sind Oasen der Freiheit, wenn wir sie uns denn nehmen.

Für alle, die den Sprung aus dem Getriebensein (vielleicht nicht durch Feinde, aber Termindruck, Wettbewerb und hohe Erwartungen – ob unsere eigenen oder die anderer) in die Freiheit schaffen wollen, hier ein Impuls zum Gebet aus Psalm 31,15-17

Ich aber, Herr, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott!
Meine Zeit steht in deinen Händen. Errette mich von der Hand meiner Feinde und von denen, die mich verfolgen.
Lass leuchten dein Antlitz über deinem Knecht; hilf mir durch deine Güte!

Eine Sammlung interessanter (und schöner!) Texte zum Thema Zeit gibt es übrigens hier

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Nachlese: Gelassen

Daniel Hufeisen | 4. November 2009

Für alle, die beim dritten puls am 1. November nicht da sein konnten und alle, die noch weiter über “die Kunst, richtig auszuruhen” nachdenken wollen, stelle ich hier noch einmal die wichtigsten Gedanken des Impulses dar und nenne auch ein paar Links zu weiterführenden Texten.

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Wir leben in einer Welt in der es wenig Ruhe gibt, wir uns aber immer wieder nach Ruhe sehnen.
Gibt es in unserem Alltag Zeiten der Ruhe?
Können wir mit Ruhe umgehen?
Oder geht es uns wie Elke Heidenreich, die einmal sagte:

“Ich bin arbeitswütig und liebe den Stress. In der Bademodenabteilung eines Münchener Kaufhauses bin ich zusammengebrochen, weil es dort so ruhig war.”

Es ist wichtig, das wir uns Zeiten der Ruhe nehmen und diese auch zu gestalten lernen.

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Denn Ruhe gehört zu den Dingen, die nicht dringend, aber wichtig sind. Das heißt es fällt uns schwer, uns Zeit zum Ausruhen zu nehmen, da wir uns meist zuerst um die dringenden Aufgaben kümmern. Wenn wir uns aber keinen Rhythmus der Ruhe erlauben in unserem extrem geschäftigen Leben, dann werden Krankheiten unsere Ruhezeiten. Daher ist es wichtig sich Zeiten der Ruhe einzuplanen, wünschenswert ist ein Rhythmus der Ruhe.

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Eine Ebene dieses Ruhe-Rhythmus können bewusste Momente der Ruhe im Alltag, also regelmäßige Pausen sein. Psychologen sagen, dass auf 75 Minuten Arbeit 15 Minuten Pause folgen sollten (weitere Infos dazu: scholarz.net – Have a break – wie Pausen effizienter machen). Um produktiv arbeiten zu können, brauchen wir regelmäßige Pausen. Uns fallen trotzdem häufig scheinbar gute Gründe ein, um uns vor einer Pause zu drücken (”für so etwas habe ich doch keine Zeit”). Von diesen Ausreden sollte man sich aber nicht abhalten lassen, damit man rechtzeitig eine Pause macht: Dann, wenn man noch Energie hat.
Hilfreiche Tipps, wann und wie man Pausen machen könnte, findet ihr auf hier: imgriff.com – Mit Pausen produktiver arbeiten

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Nicht nur im Laufe eines Tages tun uns Pausen gut, auch ein Ruhetag im Lauf der Woche ist wichtig. Dieser Ruhetag alle sieben Tage ist eines der ersten Dinge, von denen die Bibel berichtet. Schon im zweiten Kapitel der Bibel heißt es:

Am siebten Tag vollendete Gott das Werk, das er geschaffen hatte, und er ruhte am siebten Tag, nachdem er sein ganzes Werk vollbracht hatte. Und Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn für heilig; denn an ihm ruhte Gott.

Der Sabbat, also dieser Ruhetag, ist aus jüdischer Sicht ein kostbares Geschenk Gottes an die Menschen. Heute hat sich die 7-Tage-Woche, die ihren Ursprung im Schöpfungsbericht der Bibel hat, fast weltweit durchgesetzt.

Aber es fällt uns schwer, einen Tag wirklich ruhig zu werden und nichts zu tun. Wir müssen darauf vertrauen, dass die Arbeit von 6 Tagen gereicht hat und dann Gott und die Erde das tun lassen, was getan werden muss. Damit ist der Sabbat auch ein Tag der Befreiung, der sich dem Anspruch jedes Chefs, jeder Wirtschaftsordnung und jeder to-do-Liste entzieht. Es ist ein Tag, der nur dazu da ist, auszuruhen, zu beten und zu genießen. Also ein Tag ohne Alltag, Sorgen machen, Kritik und negatives Reden. Vielmehr ein Tag, um Natur und Kultur, also die Wunder Gottes, zu genießen und Zeit mit lieben Menschen und Gott zu verbringen. An diesem Tag der Ruhe können wir den Frieden Gottes erleben. So wie Jesus sagt:

Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch plagt und von eurer Last fast erdrückt werdet; ich werde euch Ruhe geben.

Wir brauchen Zeiten der Ruhe, denn wir sind Menschen und keine Maschinen. Wenn wir uns selbst wie Maschinen behandeln, die nur funktionieren müssen und keine Pause brauchen, sehen wir auch die anderen Menschen als Maschinen.

Eine sehr inspirierende (englischsprachige) Predigt zum Thema Sabbat hielt vor ein paar Wochen Ruth Haley Baton bei Mars Hill: Longing for Rest (MP3)

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Nun ist es auch wichtig, die Ruhezeiten bewusst zu gestalten. Das heißt nicht nur vor den Fernseher oder Computer setzen. Solche Zerstreuung kann auch mal gut tun, aber v.a. Sammlung ist wichtig. Einmal wirklich ruhig werden und Stille zulassen. Das fällt schwer, tut aber gut. Wenn in der Stille dann Gedanken, Gefühle und Unruhe hochkommen, hilft es sie wahrzunehmen und zu akzeptieren, sich aber nicht daran zu hängen.

Auf welche Art und Weise man am Besten ausruhen kann, muss man selber herausfinden. Ich nenne hier nur ein paar Möglichkeiten: Bewegung, Spaziergänge, Meditation, Entspannungsübungen, künstlerisch tätig sein, Kunst und Musik genießen, eine Tasse Tee trinken, etwas Lesen und darüber nachdenken, Zeit mit Freunden verbringen …

Fotos von flickr mit Creative Commons-Lizenz: 1, 2, 3, 4

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Fotos vom zweiten puls

Daniel Hufeisen | 4. November 2009

Klaus-Dieter Schreiter, der den Artikel über puls für die Erlanger Nachrichten schrieb, hat uns freundlicherweise Fotos zur Verfügung gestellt, die einen Eindruck von der Atmosphäre bei puls vermitteln. Noch deutlicher wird die besondere puls-Atmosphäre natürlich, wenn man am 15.11. zum letzten puls der ersten Staffel im Museumswinkel vorbei schaut.

Um die Bilder in voller Größe zu sehen, einfach anklicken:

puls-2.jpg puls-3.jpg

puls-1.jpg puls-4.jpg

  

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